1B im Märchenfieber

Als Vorbereitung auf die nächste Deutschschularbeit zum Thema „Märchen“ durften sich die Schülerinnen und Schüler der 1B – anders als sonst – einmal kreativ der Thematik nähern. So entstanden fantastische Schülerarbeiten zu den diversen Märchen der Gebrüder Grimm: Vertreten waren unter anderem sogenannte „Märchen im Schuhkarton“, Märchenspiele oder auch „Märchenschnüre“ und Märchen, die zu Gedichten umformuliert wurden.

Die Kinder arbeiteten mit viel Elan und Fleiß an ihren Kreativaufgaben und waren am Ende sichtlich stolz auf ihre Kunstwerke, zu Recht natürlich!

Mag. Kerstin Schagerl

 

 

Marie ist ein fleißiges Kind,

täglich sitzt es da und spinnt.

Spät am Abend, früh am Morgen,

kommt es heim mit Kummer und Sorgen.

 

Plötzlich rutscht die Spindler aus – klipp, klapp,

in den Brunnen tief hinab,

dem Mädchen war so bang,

dass es in den Brunnen sprang.

 

Als es unten angekommen,

hat es einen Ton vernommen,

das Kindlein fragte sich,

wo bin denn ich?

 

Aus dem Ofen holt Marie das Brot,

auch die Äpfel sind schon rot.

Bei Frau Holle schüttelt es die Polster lange Zeit,

sodass es auf der Erde dicke Flocken schneit.

 

Belohnt wird Marie mit einem goldnen Regen,

das war für sie ein großer Segen.

Doch für ihre Schwester, faul und frech,

gab es nur viel schwarzes Pech

(Stephanie Triethaler, 1B)

 

Es war einmal ein kleines Mädchen,

dem waren die Eltern gestorben.

Dies brachte für das Arme

viel Kummer und zahlreiche Sorgen.

 

 

Sie zog aus und verschenkte den letzten Laib Brot,

das brachte ihr Glück und Gottes Lob.

Dann kam ein kleines Kindlein daher,

dies jammerte vor Kälte gar sehr.

 

Ein zweites Kindlein fror ebenfalls schlimm,

nun gab das Mädchen Mütze und Leibchen ihm hin.

Am Abend war es dunkel und bitterkalt,

ganz verlassen stand nun das Mägdlein im Wald.

 

Als Dank für ihr ach so gutes Herz,

schickten die Sterne aber viele goldene Taler erdenwärts.

Auch ein Hemd aus feinen Leinen,

nun musste das Mädchen ihr Lebtag lang nicht mehr weinen.

(Helene Helm, 1B)

 

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald,

es war finster und auch bitterkalt.

Ihre Eltern litten große Not,

setzten sie aus, mit nur einem Stückchen Brot.

 

Die Kinder fanden nicht mehr nach Hause,

bei einem Haus aus Lebkuchen machten sie Pause:

„Knusper, knusper Knäuschen,

wer knabbert an meinem Häuschen?“

 

Eine alte Hexe schaute heraus,

lud die Kinder freundlich ein zu einem Schmaus.

Drinnen stellte sie dann klar:

„Ich werde euch fressen, mit Haut und Haar.“

 

Im Stall musste nun der Hänsel sein,

Gretel heizte den Ofen ein.

Und als die Hexe schaute nach dem Feuer,

schubste Gretel hinein das Ungeheuer.

 

Die Hexe war nun endlich tot

und zu Ende der Kinder Not.

Sie kehrten zu ihrem Vater zurück,

ach wie groß war dann ihr Glück.

(Sophia Pechter, 1B)