Biologie Wahlpflichtfach: Ein Rückblick

Zwei Jahre Biologie Wahlpflichtfach gehen dieses Schuljahr zu Ende, da ist es an der Zeit ein Resümee zu ziehen: Wir begannen das letzte Schuljahr mit dem Ökosystem Fließgewässer. Nach einer kurzen Einführung in die Ökologie begaben wir uns mit Gummistiefeln, Netzen und Becherlupen ausgerüstet auf die Suche nach Makrozoobethos, also kleiner Tiere im Bach.

Der erste Kontakt mit den Tierchen entlockte zwar so mancher Mädchenkehle einen hochfrequenten Schrei, aber schon bald hatten alle Beteiligten Köcherfliegenlarven, Steinfliegenlarven, Wasserasseln und Co ins Herz geschlossen und wir konnten eine Gewässergütebestimmung dreier Fließgewässer durchführen.

Weiter ging es dann mit Knochen, Gelenken und Muskulatur, wo wir unter anderem ein Hühnerbein und ein Herz sezierten.

Im Anschluss widmeten wir uns der Welt unter dem Mikroskop und lernten, wie man mikroskopische Präparate erstellt und naturwissenschaftliche Zeichnungen anfertigt. Pflanzenfarbstoffe, Plasmolyse, Blattquerschnitt und Stammquerschnitt sind nur ein paar Beispiele für die Vielzahl der Präparate, die die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten.

Dieses Schuljahr stand zu Beginn im Zeichen des Ökosystems Meer. Nach einer Exkursion ins Haus des Meeres vertieften wir unser Wissen über Cnidaria (Nesseltiere) und beschäftigten uns dann mit der Tiefsee als extremen Lebensraum. Besonderes Augenmerk legten wir hier auf die Anpassungen der Lebewesen an das Leben in großen Tiefen und die schwarzen Raucher.

Danach beschäftigen wir uns längere Zeit mit den Molluska (Weichtiere) und sezierten eine Miesmuschel und einen Kalmar. Beide Tiere erwiesen sich als äußerst interessante Objekte und die Schüler lernten, nach einer Sektionsanleitung zu arbeiten, abgebildete Strukturen in natura zu erkennen und zu zeichnen.

Im Anschluss besuchten wir gemeinsam die Sonderausstellung „Stechen. Kratzen. Beißen. Mit den Waffen der Natur“ im Landesmuseum St. Pölten. Hier absolvierten die Schülerinnen und Schüler einen dreistündigen Workshop, der neben vielen interessanten Informationen einiges an praktischen Arbeiten beinhaltete. Zurück in der Schule versuchten wir in kleinen Gruppen anhand von Präparaten aus der Schulsammlung die verschiedenen Verteidigungsstrategien im Tier- und Pflanzenreich zu wiederholen.

Den Abschluss des Schuljahres bildete die Gendermedizin. Hier beschäftigten wir uns damit, welchen Einfluss der Unterschied zwischen Mann und Frau auf die moderne Medizin hat.

Zum Schluss möchte ich mich bei meiner Wahlpflichtfachgruppe bedanken, mit der viele Freitagnachmittage zu einem interessanten Erlebnis wurden.

Mag. Andrea Rauch

 

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