Phantastische Verschmelzungen

Die Surrealisten meinten, dass das Schöne oder das Wunderbare in einer unerwarteten, zufälligen Kombination von Dingen gefunden werden könne: „So schön wie die unvermutete Begegnung eines Regenschirms und einer Nähmaschine auf einem Seziertisch.“ (Lautréamont)

 

Das Unbewusste und vor allem die Traumwelt, das Phantastische und Unwirkliche sind Themen dieser Bewegung. Die KünstlerInnen hatten gemein, dass sie gerne mit den verschiedensten Techniken spielerisch experimentierten, so auch mit dem reinen Zufall.

 

Großes Interesse unter den Intellektuellen weckte das Faltblatt „Le Cadavre Exquis“ (Der köstliche Leichnam). Dabei handelt es sich eine im Surrealismus entwickelte spielerische Methode, dem Zufall bei der Entstehung von Texten und Bildern Raum zu geben. In diesem Fortsetzungs-Spiel mit gefaltetem Papier wird ein Satz oder eine Zeichnung durch mehrere Personen nacheinander geschaffen, ohne dass diese von der jeweils vorhergehenden Stufe Kenntnis haben. Das Beispiel, das dem Spiel seinen Namen gegeben hat, bildet den ersten Teil eines auf diese Weise gewonnenen Satzes: „Le cadavre exquis boira le vin nouveau“ („Der köstliche Leichnam wird den neuen Wein trinken“). Durch die freien Assoziationen dieser Methode sollte das Unbewusste an die Oberfläche kommen, das kritische Denken ausgeschaltet und dem Geist freie Bahn gegeben werden.

 

 

Basierend auf dem Prinzip von „Zufall“ mussten die SchülerInnen der 7R Bilder und Begriffe ziehen, die sie im Anschluss in Form einer Verschmelzung von Collage und Grafik kombinieren und dabei phantastische, skurrile, widersprüchliche und surreale Erscheinungen kreieren sollten.

 

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